MV Hero Area - Referenzen

close

Wettbewerb Märkisches Museum

Das Stadtmuseum Berlin plant im Märkischen Museum eine Teilausstellungsfläche nach einem neuen inhaltlichen Konzept, unter besonderer Berücksichtigung didaktischer Ansätze und Methoden, neu zu gestalten.
Auf ca. 250 qm soll eine besucherfreundliche, handlungsorientierte Ausstellung entstehen, die auch zwei Aktionsräume für Individualbesucher und Besuchergruppen umfasst.
Neben den zwei Kernthemen »Mittelalter / Stadtgründung« und »Kindheit und Alltag um 1900« werden Querschnittsthemen, aktuelle Bezüge sowie die teilweise noch sichtbar historische Museumsgestaltung von 1908 bei der Darstellung berücksichtigt.

Kategorie

Wettbewerb (2. Platz)

Auftraggeber

Märkisches Museum Berlin

Realisation

Oktober 2016

Leistungen

Idee und Konzeption
Vorstellung und Präsentation


 

Architektonische Klammer

Die architektonische Klammer bewahrt die historische Substanz des Märkischen Museums und nutzt inhaltlich den daraus resultierenden atmosphärischen Mehrwert aktiv und in moderner Art und Weise. Die Orientierung, jederzeit und aus jedem Blickwinkel, steht an erster Stelle. Der Besucher kann sich »treiben lassen«, ohne die räumliche wie auch inhaltliche Orientierung zu verlieren. Individuell an die Räume und die Gesamtarchitektur angepasst, thematisch farblich codiert und modular, verbindet die architektonische Klammer die Räume und informiert den Besucher über die Ausstellung und die Exponate.

Inhaltliche Klammer

Die inhaltliche Klammer hat das vorrangige Ziel, die Ausstellung für junge Menschen einladender und attraktiver zu gestalten, ohne im Umkehrschluss andere Besuchergruppen auszuschließen.
Der Besucher wird zu einem historischen Rollenspielszenario eingeladen und erlebt auf seiner Spurensuche die unterschiedlichen Themenräume aus seinem eigenen Blickwinkel. Im direkten Bezug zu den Exponaten kann er die Themen Bildungsfreiheit, gesellschaftliche Privilegien und das Thema der Geschlechterrollen auch im Bezug zur Gegenwart erleben.

Mittelalter

Modern anmutende Einbauten bilden einen Kontrast zum historischen Raum und setzen ihn somit bewusst in Szene. Der Raum wird zum Exponat. Dabei kann es durch den Einsatz von innovativen Materialien und zusätzlichen Elementen zu einer optischen Raumvergrößerung kommen.
Die mittelalterlichen Exponate spielen die zentrale Rolle und werden mittels akzentuierter Beleuchtung hervorgehoben.

Werkstatt- / Aktionsraum

Modulare Möbel bieten die Möglichkeit unterschiedliche Gruppenarbeits-Szenarien zu kreieren. Die präparierten Wände werden zur zusätzlichen Arbeitsfläche. Eine tribühnenartige Sitzlandschaft mit integriertem Stauraum lädt zur Wissensvermittlung und zum Austausch ein. Darüber hinaus ist das Möbel auch für Vortragssituationen geeignet.

Zwischenraum

Raumgreifende, farbig gedruckte Stadtpläne zieren die Wand in der Anmutung eines Gesamtkunstwerks. Die übereinanderliegenden Stadtplan-Grafiken werden mittels RGB-Farbfilter einzeln sichtbar und somit die Stadtentwicklung erfahrbar. Ein interaktives Exponat lädt dazu ein, sich mit der zukünftigen Stadtentwicklung zu beschäftigen und ermöglicht spielerisch einen Perspektivwechsel. Sitzgelegenheiten werden in die räumliche Architektur (Fensternischen) integriert.

Kindheit und Alltag um 1900

Durch den eigens gebauten Raum im Raum und dem Spiel mit Proportionen kann das Mietshaus in seiner Vollständigkeit wahrgenommen werden. Überraschend gestaltete sensorische Wissensvermittlung ermöglicht handlungsorientiertes »Lernen«. Bestehende Exponate werden spannungsvoll im neuen Kontext präsentiert.